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Aktiv im Widerstand

Gisela Kallenbach an der Wahlurne bei den ersten und zugleich letzten freien Wahlen zur Volkskammer 1990

Seit 1982 war ich Mitglied der Arbeitsgruppe Umweltschutz beim Jugendpfarramt Leipzig. Zum Thema Umwelt hatte ich eine langjährige Liaison. Entstanden durch meine Arbeit als Referentin zum Thema Wasserwirtschaft habe ich mich lange als Umweltaktivistin für verschiedenste Fragen des Umweltschutzes engagiert. So war ich z.B. aktive Unterschriftensammlerin für die Aktion „1 Mark für Espenhain“.
Eine Zeitlang war ich Mitglied des Leitungsgremiums und Mit-Herausgeberin des Samisdat- Blattes „Streiflichter“. Ich habe lange vor 89 einschlägige Erfahrungen gesammelt als „Eingabenschreiberin“, als Mitgestalterin von Veranstaltungen, als Vertreterin für die Gruppe bei DDR-weiten Treffen der Umweltgruppen und bei „Frieden-Konkret“.
Seit etwa 1984 war ich Mitgestalterin der Friedensgebete in St. Nikolai sowie der jährlichen Friedensdekade. Ich habe an den Umweltgottesdiensten in Mölbis, Deutzen, Dresden etc. teilgenommen.
Meine Kinder waren nicht Mitglieder der „Pioniere“, keine Mitglieder der FDJ und haben nicht an der Jugendweihe teilgenommen.
Seit 1985 wurde ich - nach Gestaltung einer Wandzeitung zum Weltumwelttag - in meinem damaligen Betrieb zum Objekt der Bespitzelung. Die Staatssicherheit beobachtete mein „Treiben“ als OPK „Smaragd“... mit allen bekannten Folgen!!!
Dennoch, habe ich weiter an allen Versammlungen zum „Konziliaren Prozess der Kirchen“ teilgenommen und diese in meiner eigenen Kirchgemeinde vorbereitet.
Seit Dezember 1989 war ich verantwortliche Mitgestalterin im Bürgerkomitee für den Bereich Ökologie.
Im Mai 1990 wurde ich als Parteilose auf der Liste der Grünen in den Leipziger Stadtrat gewählt.

Bundesverdienstkreuz für Gisela Kallenbach 2001

Vorschlagsbegründung für das Bundesverdienstkreuz am Bande

Frau Gisela Kallenbach hat sich durch gesellschaftliches Engagement hervorragende Verdienste erworben, die die Verleihung des Verdienstkreuzes am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland rechtfertigen.

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Bücherschau Gisela Kallenbach

Beiträge über Gisela Kallenbach

Helden der Friedlichen Revolution. 18 Porträts von Wegbereitern aus Leipzig
Evangelische Verlagsanstalt, Leipzig 2009. Herausgegeben von Thomas Mayer

Heute vor 10 Jahren. Leipzig auf dem Weg zur Friedl. Revolution.
Hrsg.: Tobis Hollitzer, Reinhard Bohse
InnoVatio Verlag, 2000

Leipziger Frauenporträts. Provokationen zum Tee. Hrsg. von Irma Hildebrandt
Diederichsverlag Verlag, 1998

Freunde und Feinde. Dokumente zu den Leipziger Friedensgebeten
Evangel. Verlaganstalt, 1994

Die Entzauberung des Politischen. Was ist aus den politisch alternativen Gruppen aus der DDR geworden?
Interviews mit ehemals führenden Vertretern, Evangel. Verlagsanstalt, 1994

Jetzt oder nie – Demokratie. Neues Forum Leipzig;
C. Bertelsmann Verlag, 1990

Beiträge von Gisela Kallenbach

Über Brücken zu anderen Ufern. Hrsg.: Gottfried Hänisch
Wartburg Verlag, 2008

Ein Motto für’s Leben. Hrsg.: Uwe von Seltmann
Evangel. Verlagsanstalt, 2008

Begründete Hoffnungen. Hrsg.: Christa Nichels
Josef Knecht Verlag, Frankfurt a.M., 1998

01.10.2008

Biographie Bürgerrechtlerin

ab 1982

Mitglied der AG Umweltschutz beim Jugendpfarramt Leipzig

1987-1989

aktiv beteiligt im Konziliaren Prozeß der Kirchen der DDR

1989

Gründungsmitglied der Vereines "Ökolöwe"

1991

Vorstandsmitglied "Stiftung Runder Tisch"

seit 1992

Mitglied von Bündnis90/Die Grünen

1990 -1991

Mitglied im Leipziger Stadtrat, Aufgabe des Mandates wegen Aufnahme der Tätigkeit in der Verwaltung

1990- 1993

Mitglied verschiedener Vereine ( NABU, Kirchliches Forschungsheim Wittenberg)

1995

Gründungsmitglied des "Vereins für den Erhalt von Heuersdorf"

1996 - 1999

Beisitzerin im Landesvorstand Bündnis 90/Die Grünen Sachsen

1997

Gründungs- und Vorstandsmitglied des Vereines "Förderung der Städtepartnerschaft Leipzig - Travnik (Bosnien-Herzegowina)

1997 - 2000

Initiatorin und Sprecherin der LAG Christ/innen bei Bündnis 90/Die Grünen

1997 - 2003

Stellvertretendes Mitglied der EKD-Synode

2003

Gründungsmitglied der Stiftung "Bürger für Leipzig"; Wahl in den Stiftungsrat

2000

Ehrenmitglied Verein "Solarcity Leipzig", Ehrenmitglied Verein "Haus der Umwelt Leipzig"

2001

Auszeichnung mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der BRD